Freitag, 29. Dezember 1797

Eschweiler III- Bericht Damian Hessel

Meine Aufgabe bei diesem Überfall war das Durchsuchen der Wohnung nach Wertvollem.Leicht war es nicht, der Hausherr hatte ein gutes Versteck gewählt. Als ich es gefunden hatte, beobachtete ich aus den Augenwinkeln, wie Franzen die Treppe hochelte, griff das Gewehr, und schoß ihm nach. Doch der Schuß schlug in das hölzerne Treppengeländer ein. Schnell widmete ich mich wieder dem Diebesgut, packte mit drei Kameraden alles in den Wagen, während die anderen den Jägersmann in Schach hielten.
Wir löschten das Licht im Haus nach getaner Arbeit, und zogen ab, gingen nach Aachen zur Hurenwirtin und teilten da die Beute. Einigen der Mädchen schenkten wir großzügig Halstücher.
Am heutigen Tag kommt nun ein Mann, der genau diese Halstücher wiedererkennt! Doch die Wirtin weist die Mädchen an, die Tücher zu verstecken. Fast wäre die Tat öffentlich geworden. So bleibt sie unentdeckt-102
(Becker, S.100-102)
- Rubrik: Damian Hessel

Eschweiler I- Bericht Adolph Weyers

Heute nacht, fast genau um Mitternacht verübten wir den Überfall auf den Wirt Franzen zu Eschweiler. Anwesend waren: der scheele JickJack, Leib von Mersen, Kernmilch, Augustin Overtüsch,und natürlich Damian. Einige Jungen aus Aachen und Bauern aus Haaren waren auch dabei Overtüsch hat sie angeheuert.
Wir hatten einen Wagen dabei, da viel zu rauben versprochen war.
Über ein Feld näherten wir uns dem Haus. Dort angekommen brachen wir die Tür miit dem Rammbock auf.. Die Bewohner, das Ehepaar Franzen und ein Jäger der zu Gast war, kamen garnicht richtig zu Bewußtsein, da hatten wir sie schon vollends "im Griff."
Aus dem Schlaf erwacht hatte Franzen schon einen Gewehrkolben über bekommen, daß er direkt wieder bewußtlos zu Boden stürzte. Wir machten uns daran, die Frau zu knebeln, dann das Haus zu durchsuchen. Während ich eine Kiste durchsuchte, bemerkte ich, daß der Bewußtlose wieder auf den Beinen war, und sich mit einem GEwehr in der Hand im Kamin verstecken wollte. "Du willst Dich noch wehren?" herrschte ich ihn an, stürzte mit meinen Kameraden auf ihn, zerrte ihn in die Küche. Da wir sein Geld noch nicht gefunden hatten, befahl ich, diesem Wirt Arges anzutun..Wir fixierten ihn auf den Küchentisch und drei meiner Gesellen halfen mir, ihn an allen vier Extremitäten zu ziehen. Er schrie wie am Spieß, das gefesselte Weib, eine Kindbett-Wöchnerin, winselte.
(Becker, S.100/101)
- Rubrik: Adolph Weyers

Eschweiler II - der Wirt Franzen

Meine Existenz ist dahin! Noch vor wenigen Tagen hatte ich eine gutgehende Wirtschaft, jetzt gehe ich am Bettelstab.
Bislang nur von Räuberbanden gehört wurden meine arme Frau und ich nun selbst Opfer dieses brutalen Überfalls.
Als ich auf meinem eigenen Küchentisch lag, und die Unholde an mir mit Kräften zogen, wurden sie abgelenkt.Unser Hausgast, der Chasseur(Jäger) kam vom oberen Geschoß des Hauses die Treppe hinunter. Gleichzeitig hatte einer der Bande wohl das Geldversteck gefunden. Ein Tummult entstand, meine vier Folterknechte waren verwirrt, ließen mich los. Es gelang mir, die Treppe hoch zulaufen und mich auf den Speicher des Hauses zu retten. Durch die Dachluke konnte ich auf die Spitze des Daches klettern. Gerettet, doch ich war nicht fähig, um Hilfe zu rufen, der Schock saß mir in den Gliedern. So harrte ich aus, und mußte mit anhören was in meinem eigenen Haus geschah.Dann sah ich, den Abtransport meiner Habseligkeiten, mit einem Wagen, den die Verbrecher mitgebracht hatten.
Dann hörte ich Bürger aus dem Dorf rufen. Sie waren zu Hilfe geeilt, suchten mich, aber zu rufen war ich noch nicht in der Lage, der Schock saß tief. Da hatte ich die Idee, Dachpfannen zu nehmen, und sie herabzuwerfen, um auf mich aufmerksam zu machen. So wurde mein Schwager auf mich aufmerksam, der über den Speicher auch auf das Dach kam, mich zu retten.
(Becker, S.100/101)
- Rubrik: Zeugenaussagen

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