Von Moers zog ich nach Duisburg, und begann die Lehre als
Lohgerber. Hier verliebte ich mich unsterblich in die Tochter eines reichen Bankangestellten. Mein Begehr: ihre Liebe und des Vaters Geld. Ich erzählte ihr davon und konnte ihr in bubten Farben ein Bild von unserer gemeinsamen Zukunft zeichnen. Vor Liebe blind sagte sie mir zum, den Raub auf ihren eigenen Vater zu unterstützen. Mit dem Geld wollte ich ins Schwarzburgische flüchten, meine Liebste sollte mir folgen. Dort angekommen wollte ich eine Rotgerberei eröffnen, und mit ihr ein Leben geniessen.
Doch ich wurde auf der Flucht erwischt..Kurz vor der Grenze ins Schwarzburgische bemerkte mich ein Mann, der mich und mein Pferd, das mit der Beute auf dem Rücken sichtlich verlangsame, verfolgte. Er zeigte mich vor Gericht an, ich wurde festgesetzt,und in das Gefängnis Wesel gebracht. Dasas Urteil lautete lebenslang. Nach 6 Jahren jedoch wurde ich begnadigt.
Im Gefängnis kam ich mit den grössten Dieben meiner Zeit zusammen, die mir die "grüne Arbeit" nahe und schmackhaft machten. Auf ihr Anraten zog ich nach Krefeld, und schloß mich der dortigen Bande an.
(Becker, S.91-94)
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(Becker, 92-94)
AndreasdurchdenWaldXXX - Donnerstag, 25. Juni 1795, 11:34 AM