Donnerstag, 27. April 1797

Hemmerden

Nur knapp eine Woche später einen möglichen Überfallsort ausbaldowert, dank dem Juden David Kahn, der mir den ersten Tipp gab. Bosbeck ist begeistert, wir überfallen das Haus und müssen Gewalt anwenden.
(Becker S.79)
Datum korrekt? mehr Fakten vorhanden?
- Rubrik: Carl Heckmann

Dienstag, 25. April 1797

Küster Pauen in Odenkirchen

Am heutigen Tag zogen wir nach Odenkirchen das Haus des Küsters Pauen zu überfallen. Damian war auch dabei. Die Nachtwächter geknebelt, die Türen der Kirche verstopft hatten wir uns gut vorbereitet.Der Rennbaum erweist sich einmal mehr als vortreffliches Werkzeug. Wir brachen rasch in den Haus ein und konnten den Küster mit seiner Familie, sowie den Vicar, einen gewissen Singer schnell überwältigen. Wir konnten rund 9000 Livres erbeuten, ein guter Tag.
Aus dem Ort zogen wir kühn, in unser Versteck, die Marseillaise singend.
(Becker, S.76)
- Rubrik: Adolph Weyers

Wiedenfeld- Frauweiler

In Wiedenfeld kehre ich mit meinen Kumpanen Hüskeshannes und Nagels Pitter in ein kochemer Haus ein. Dort treffe ich Franz Bosbeck, Wolf Gass.

Der Wirt trägt uns einen Überfall eines reichen Mannes in Frauweiler an.
Dort zogen wir hin, hatten aber grosse Probleme, die Eingangstür zu öffnen- und am Endeein magerer Lohn für unsere Tat: wenig Geld, Leintuch und eine silberne Uhr. Allein dem Baldowerer, unserem kochemer Wirt, bringen wir reichlich Speck mit.
(Becker, S.78)

-Genaue Daten?
- Rubrik: Matthias Weber

Freitag, 21. April 1797

Mülheimer Zeitung, 21.04.97

Der Überfall heut nachtl hat für Aufsehen gesorgt.
Bei dem kochemer lese ich die Zeitung:

"Eine Räuberbande 50 bis 60 Mann stark, setzte verflossene Nacht unseren ganzen Ort in Unruhe".

Steht schwarz auf weiß dort! Wir werden berühmt.
(Weiterleitung: Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr)
- Rubrik: Carl Heckmann

Donnerstag, 20. April 1797

Pfarrer Pithan zu Mühlheim

Nachdem der Plan geschmiedet, und die Lage ausbaldowert, brechen wir von Düsseldorf gemeinsam gen Mülheim an der Ruhr entgegen.

Dort angekommen nahmen wir den Balken einer Schleuse als Rennbaum mit, und wollten so die Tür aufbrechen.Doch wie wir das Haus des Pithahn erreichten und zu Werke gingen, mußten wir feststellen, dass die Tür dem Rennbaum Stand hielt. Der Hausherr bemerkte uns,
zielte aus seinem Kammerfenster. Wir erschraken derart, daß uns der Rennbaum aus den Händen fiel. Fetzer hatte unterwegs eine Winde gefunden, die er nun mit dem Rennbaum verband, und erneut auf die Tür anlegte-es entstand ein Loch. Fetzer schlupfte als erster durch, dann wir.Das Personal im Vorhaus konnten wir schnell überwältigen und knebeln. Der alte Pithahn versuchte sich vergebens in dem Schlafzimmer zu verschanzen. Als wir diese Tür aufbrachen konnte er durch die Hintertüre des Zimmers in den Garten fliehen. Dort hier wartetetn bereits Kameraden. Während er versuchte, das Garten tor zu öffnen briet ihm einer den Pistolenlauf über den Kopf. Bewusstlos sank er zu Boden, jetzt hatten wir ein leichtes ihn zu knebeln. Einer rief "Du musst sterben- Du musst sterben"
Aber Pithahn ist sowieso ergeben. Bereitwillig gab er an wo er Erspartes und Silberwerk versteckte. Gelassen nimmt er ihn, wie wir alles an uns nehmen.
Unterdessen hatten die Sturmglocken bereits zu läuten angefangen, und plötzlich erspähte ich einen Trupp tapfere Bürger auf das Haus zukommen, dem Pithahn zu Hilfe kommend.
Es war wohl auch sein Bruder, Wilhelm Pithahn dabei, einer erkannte ihn.
Wir mussten also eilig fliehen. Sehr eilig.


Nachspiel
Auf dem Weg nach Warden, französische Kavallerie verfolgte uns, blieb Hauptmann Bosbeck plötzlich stehen. Er vermisste Overtüsch-- und die Beute. Bosbeck fragte, wer denn den Beutesack getragen hätte.Das wußte ich wohl, es war Wolf von Mersen.
Bosbeck ließ ihn vortreten, und erkundigte sich wo der Sack sei.
Unglaublich: Er hatte den Sack mit all dem Raubgut auf der Flucht fallen lassen.

Bosbeck erboste, befahl aber steckum zurück gen Mülheim zu ziehen, Overtüsch zu suchen und wenn möglich den Sack zu finden. . Wir kapern ein Kohlenschiff, um auf der Ruhr unseren Verfolgern überlegen zu sein. Dann, in dem Waldstück vor Mülheim angekommen finden wir Overtüsch und die anderen. Erneute Frage des Chefs nach dem Geld- es entsteht ein Wortgefecht, ein Streit, das Geld ist weg. Schließlich echauffieren wir uns der art , dass e zu einer Prügelei im Wald kommt, es wird sogar geschossen.
Dann geht es nach Düsseldorf zurück, müde und abgekämpft.
(Becker, S.66-75)
- Rubrik: Carl Heckmann

Montag, 17. April 1797

Ausbaldowert

Komme nach Düsseldorf, im Hause der Pfaffrath treffe ich die Kumpanen: Jan Bosbeck, Fetzer, Overtüsch, Mausche Polack und die anderen. Mit im Gepäck habe ich einen Vorschlag für einen Raubüberfall - das Haus des lutherischen Pfarrers Pithahn in Mühlheim. Bosbeck willigt ein.
Die Mannschaft wählt Bosbeck, Hüskeshannes und mich aus, die Lage vor Ort genaustens zu beäugen.
(Becker, S.595)
- Rubrik: Carl Heckmann

Freitag, 28. Oktober 1796

6000 Livres !

Heute in Hackhausen geraubt, die Wohnung der Familie Philipp Deußen.
Mit dem Rammbock zerschmetterten wir diesmal die Fenster, und drangen durch dasselbe ins Haus. Der Hausherr versuchte sich zu verteidigen, indem er die Schlafzimmertür verrammelte, und eine Pistole lud, um hernach auf uns zu feuern. Doch sie funktionierte nicht. Unsere Pistolenschüsse, zwei an der Zahl waren glücklicher. Deußen wurde am Arm getroffen, der zweite traf ihn ins Gesicht- er verlor ein Auge.
Deußens Frau, erschrocken über den Zustand ihres Ehemanns, gab alles Geld her, was da war-6000 Livres.
Als Anführer zeichnete sich Jan Bosbeck wieder aus, mit dabei waren auch: Selig, Raphael, Generalchen und Falksmottchen.
-(Becker, S.62)
- Rubrik: Damian Hessel

Donnerstag, 13. Oktober 1796

Schaan bei Jüchen

Bosbeck ist jetzt wieder Hauptmann.
In der gestrigen Nacht ging es gegen die Familie Quack in Schaan. Hier hatten wir leichtes Spiel. Wir überraschten die braven Leut im Schlaf, nach dem sie geweckt waren, konnten sie sich ihrer Haut nicht mehr erwehren. Wir knebelten sie und unter den grössten Misshandlungen sollten sie uns ihre Geldvorräte zeigen. Brecheisen hatten wir genug dabei und brachen sodann Türen und Schränke auf, raubten Kleider, Geld und Schmuck. Einer von uns kam auf die Idee , den Triumph über den geglückten Raub im Hof der Quacks zu feiern- bis Mitternacht veranstalteten wir ein großes Gelage.
(Becker S.61)
- Rubrik: Damian Hessel

Dienstag, 30. August 1796

Hückelhoven- Bericht Weyers

Das war knapp. Wir sind entronnen aus Hückelhoven, doch es hätte böse für uns enden können. Wer konnte auch ahnen, daß dieser Kaufmann so gut mit der Waffe umgehen kann! Während des Angriffs schoß er auf mich und Joseph Kernmilch derart gezielt, daß ernmilch schwer an der Brust verwundet wurde. Wir erschraken, stoben davon, von den Dorfbewohnern gejagt.

-(Becker, S.58 ff.)
- Rubrik: Adolph Weyers

Hückelhoven- Bericht Hessels

Ach, Wir hatten uns so gut vorbereitet!
Sogar die Nachtwächter hatten wir ausgetrickst, ihnen vorgespielt, wir wären französische Soldaten, und gesagt, auch sie sollen sich rekrutieren. Schnell hatten wir sie daraufhin ausser Gefecht setzen können.
Freie Bahn hatten wir auf das Haus zu gehabt- dann mit dem Rammbock die Tür eingeschlagen. Doch es hat nicht geklappt. Der Hausherr war ein aufmerksamer Mann, seine Familie ebenfalls. Erschlug Radau. Adolphberichtet sogar es wurde geschossen.
Ich hatte Mühe die Flucht meiner Mannen zu organisieren, denn schnell war das ganze Dorf auf den Beinen, sogar die Kirchturmglocken der Pfarre Ratheim begann Sturm zu läuten.
Doch Gott sei Dank es gelang die Flucht !
(Becker, S.592, Heinrich Terboven, Die Mersener Räuberbande in Hückelhoven)
- Rubrik: Damian Hessel

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