Um 4 Uhr morgens erreichten wir das Haus des Hebräers. Wir klingelten ihn aus dem Bett und wollten ihm die geraubten Sachen, hauptsächlich Cotton und Tücher, verkaufen. Wir handelten 20 Reichsthaler für jeden von uns. Auschur erwies sich jedoch als schlechter Partner und Schurke zudem: Nicht nur, dass er das Geld garnicht hatte, er bestahl uns unserer Beute in einem unachtsamen Moment. Was tun?
Wir gingen steckum nach Köln, und suchten den Anton Keil auf. Wir wollen bei ihm den Diebstahl anzeigen.
Eine verrückte Geschichte ist es ja schon: Eine Räuberbande stiehlt und wird des Diebesgutes bestohlen.
In Köln`s Gefängnis saß Fetzer ein. Man erzählte, er habe später den Moshe Anschur als Dieb entlarvt
(Becker,S.105-108 f.)
AndreasdurchdenWaldXXX - Mittwoch, 21. Februar 1798, 9:59 PM
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Adolph Weyers
Mit Damian, Leib von Mersen, Hüskeshannes und den anderen sassen wir in Bendorf bei einem kochemer, als der Moyses Abraham aus Hönningen zu uns stösst, und einen Raub anträgt, dem wir sofort beschliessen, bei einem Linzer Kaufmann.Wir machen uns sofort auf den Weg.
Unterwegs werde ich krank und , kann kaum gehen. Am Seilerhäuschen im Linzer Wald bieb ich zurück, die anderen übten den Raub aus. Auf dem Rückweg nahmen sie mich wieder mit. Wir zogen von Linz nach Bad Hönningen, um die Waren bei Moyses Abraham zu verkaufen.
(Becker, S.104 ff.)
AndreasdurchdenWaldXXX - Dienstag, 20. Februar 1798, 12:17 AM
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Adolph Weyers
Einen Tag nach dem Raub kam Sußmann wieder zu mir. Wütend und tobend.Die Kameraden hätten ihm seinen Anteil an der Beute nicht ausbezahlt. Zusammen gingen wir in das Wirtshaus, von dem ich wußte e sei der Aufenthaltsort der Kameraden. Sie lachten mich aus, wollten zuerst den Juden nicht bezahlen, dann aber gaben sie mir 16 Kronen für ihn mit. Der Hebräer wütete weiter, solange bis er sechs weitere Kronen , von jedem der Diebe zweie, erhielt.
(Becker S.104)
AndreasdurchdenWaldXXX - Montag, 19. Februar 1798, 9:59 PM
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Carl Heckmann
Wie andere Kameraden auch handelte ich zwischenzeitlich mit kurzen Waren. Dabei lernte ich den Juden Sußmann kennen, der, wie er sagte , aus Eschweiler stammte. Er wolle mir ein paar Schuhschnallen abkaufen, interessant wurde er , als er mir einen Raub in der Stadt Aachen antragen wollte, wir gingen gemeinsam durch die Stadt
Der Jude führte mich von der Sandkaul, wo ich wohnte,über den Markt herunter in eine Strasse nahe an einem verfallenen Kloster vorbei in eine Gegend, wo Bäume stehn. Auf der Ecke stand ein grHaus. Hier wohnte der Kaufmann Breda, und der Baldowerer versprach, hier sei Geld unGold zu holen.
Leider wurde ich krank und konnte den heute stattgefundenen Raub nicht mitdurchführen.. Stattdessen machten ihn Jan, Augustin und Afrom May,. Er gelang glücklich, die Beute wurde bei der Hurenwirtin geteilt.
AndreasdurchdenWaldXXX - Sonntag, 18. Februar 1798, 7:36 PM
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Carl Heckmann
Meine Aufgabe bei diesem Überfall war das Durchsuchen der Wohnung nach Wertvollem.Leicht war es nicht, der Hausherr hatte ein gutes Versteck gewählt. Als ich es gefunden hatte, beobachtete ich aus den Augenwinkeln, wie Franzen die Treppe hochelte, griff das Gewehr, und schoß ihm nach. Doch der Schuß schlug in das hölzerne Treppengeländer ein. Schnell widmete ich mich wieder dem Diebesgut, packte mit drei Kameraden alles in den Wagen, während die anderen den Jägersmann in Schach hielten.
Wir löschten das Licht im Haus nach getaner Arbeit, und zogen ab, gingen nach Aachen zur Hurenwirtin und teilten da die Beute. Einigen der Mädchen schenkten wir großzügig Halstücher.
Am heutigen Tag kommt nun ein Mann, der genau diese Halstücher wiedererkennt! Doch die Wirtin weist die Mädchen an, die Tücher zu verstecken. Fast wäre die Tat öffentlich geworden. So bleibt sie unentdeckt-102
(Becker, S.100-102)
AndreasdurchdenWaldXXX - Freitag, 29. Dezember 1797, 11:04 PM
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Damian Hessel
Heute nacht, fast genau um Mitternacht verübten wir den Überfall auf den Wirt Franzen zu Eschweiler. Anwesend waren: der scheele JickJack, Leib von Mersen, Kernmilch, Augustin Overtüsch,und natürlich
Damian. Einige Jungen aus Aachen und Bauern aus Haaren waren auch dabei Overtüsch hat sie angeheuert.
Wir hatten einen Wagen dabei, da viel zu rauben versprochen war.
Über ein Feld näherten wir uns dem Haus. Dort angekommen brachen wir die Tür miit dem Rammbock auf.. Die Bewohner, das Ehepaar Franzen und ein Jäger der zu Gast war, kamen garnicht richtig zu Bewußtsein, da hatten wir sie schon vollends "im Griff."
Aus dem Schlaf erwacht hatte Franzen schon einen Gewehrkolben über bekommen, daß er direkt wieder bewußtlos zu Boden stürzte. Wir machten uns daran, die Frau zu knebeln, dann das Haus zu durchsuchen. Während ich eine Kiste durchsuchte, bemerkte ich, daß der Bewußtlose wieder auf den Beinen war, und sich mit einem GEwehr in der Hand im Kamin verstecken wollte. "Du willst Dich noch wehren?" herrschte ich ihn an, stürzte mit meinen Kameraden auf ihn, zerrte ihn in die Küche. Da wir sein Geld noch nicht gefunden hatten, befahl ich, diesem Wirt Arges anzutun..Wir fixierten ihn auf den Küchentisch und drei meiner Gesellen halfen mir, ihn an allen vier Extremitäten zu ziehen. Er schrie wie am Spieß, das gefesselte Weib, eine Kindbett-Wöchnerin, winselte.
(Becker, S.100/101)
AndreasdurchdenWaldXXX - Freitag, 29. Dezember 1797, 1:59 PM
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Adolph Weyers
Meine Existenz ist dahin! Noch vor wenigen Tagen hatte ich eine gutgehende Wirtschaft, jetzt gehe ich am Bettelstab.
Bislang nur von Räuberbanden gehört wurden meine arme Frau und ich nun selbst Opfer dieses brutalen Überfalls.
Als ich auf meinem eigenen Küchentisch lag, und die Unholde an mir mit Kräften zogen, wurden sie abgelenkt.Unser Hausgast, der Chasseur(Jäger) kam vom oberen Geschoß des Hauses die Treppe hinunter. Gleichzeitig hatte einer der Bande wohl das Geldversteck gefunden. Ein Tummult entstand, meine vier Folterknechte waren verwirrt, ließen mich los. Es gelang mir, die Treppe hoch zulaufen und mich auf den Speicher des Hauses zu retten. Durch die Dachluke konnte ich auf die Spitze des Daches klettern. Gerettet, doch ich war nicht fähig, um Hilfe zu rufen, der Schock saß mir in den Gliedern. So harrte ich aus, und mußte mit anhören was in meinem eigenen Haus geschah.Dann sah ich, den Abtransport meiner Habseligkeiten, mit einem Wagen, den die Verbrecher mitgebracht hatten.
Dann hörte ich Bürger aus dem Dorf rufen. Sie waren zu Hilfe geeilt, suchten mich, aber zu rufen war ich noch nicht in der Lage, der Schock saß tief. Da hatte ich die Idee, Dachpfannen zu nehmen, und sie herabzuwerfen, um auf mich aufmerksam zu machen. So wurde mein Schwager auf mich aufmerksam, der über den Speicher auch auf das Dach kam, mich zu retten.
(Becker, S.100/101)
AndreasdurchdenWaldXXX - Freitag, 29. Dezember 1797, 2:59 AM
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Zeugenaussagen
Am 08.Dezember war ich im weißen Turm zu Neuwied. Dort traf ich einen Fremden namens Winkens, der mit mir ins Gespräch kommt. Er will über Neuigkeiten aus den Niederlanden wissen. Besonders interessiert ihn die Geschichte des armen fuhrmanns, der vor etwa einem Monat bei Masstricht beraubt wurde. Die kenne ich wohl, gab ich zu verstehen. Ein gewisser Bogmann sitze deswegen im Gefängnis, wußte ich zu berichten.
Darauf antwortete er mir sehr kühn, der Mann sei unschuldig
Die Täter sind ein gewisser Stinkens und nebst diesem ein gewisser Weyers.100 Louisdor war des letzteren Anteil und dieser letztere bin-- ich.
(Becker, S.97)
weißer Turm zu Neuwied= Weißenthurm??
AndreasdurchdenWaldXXX - Montag, 11. Dezember 1797, 9:40 PM
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Zeugenaussagen
Es ist unbeschreiblich: Nach dem Überfall in Maastricht, der beschwerlichen Flucht fühle ich mich hier, nahe Neuwied wohl und ruhig, sicher. Belz, bei dem ich nun wieder sitze, tut das seine dazu. Im weißen Turm traf ich einen gewissen Stockart, Kaufmann von Beruf auf dem Weg nach Amsterdam. Er berichtet über Neuigkeiten den Raub betreffend, ich antworte ihm kühn- zu kühn?
AndreasdurchdenWaldXXX - Freitag, 08. Dezember 1797, 11:06 PM
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Adolph Weyers
Gestern kam Kaufmann Lammers in mein Bureau in Maastricht.. Er sei von vier Männern überfallen worden. Silberplatten und Geld hätten sie geraubt. Sofort hege ich einen Verdacht- Vater und Sohn Bogmann aus Mersen. Diesen Spitzbuben bin ich schon lange hinterher, doch bislang ohne Beweise.
Sofort fahre ich mit der Kutsche zu deren Haus nach Mersen. Mit Hilfe meiner vier Gehilfen lasse ich das Haus durchsuchen. Tatsächlich finde ich Flinten und scharf geladene Pistolen. Der Sohn, Martin Bogmann, ist wohl flüchtig, so nehme ich den Herrn des Hauses, Vater Hans Bogmann fest.
Wieder in der Gendarmerie angekommen, erfahre ich nun heute, Weyers sei gestern in Nieuwhagen gesehen worden, im Haus eines gewissen Mulder. Er hätte ein Paket dabeigehabt. Sofort reise ich dorthin. Dieser Mulder gesteht, Weyers sei bei ihm gewesen, doch bereits weitergezogen- Richtung Scherpenzel.Er ist gewarnt worden, von Mulder selbst?
Mulder nennt den Namen einer Frau in Scherpenzel. Dort könnte er sein, dieser Adolph Weyers. Hinterher! Doch ich komme zu spät! Adolph Weyers, dieser Fuchs, ist untergetaucht.
Er hat mich ausgetrickst und abgehängt.
Nachtrag: Die Bogmanns, Vater wie Sohn wurden von dem Kriminalgericht des Niedermaas- Departements unter Vorsitz des Bruder Meller zu einer 22 jährigen Galeerenstrafe verurteilt. Derr vierte im Bunde der Räuberbande, Stinkens, ist flüchtig.
(Becker, S.96/97)
suchen: Procedure instruite contre Jean Bogmann pere et Martin Bogmann fils condamnés par la tribunal du département de la Meuse inférieure à la peine de vingt-deux anées de fers???
Scherpenzel?
AndreasdurchdenWaldXXX - Freitag, 10. November 1797, 10:05 PM
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Zeugenaussagen